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Die Münchner Museen. Wir haben inzwischen wirklich viele gemeinsam besucht und einige sind bei unserem Großen zu echten Lieblingen geworden: „das mit dem Blitz“ (Deutsches Museum), „das mit den Autos“ (Verkehrsmuseum) oder „das mit dem Clown“ (Puppenmuseum). Leider sind viele andere Museen erst für Kinder ab fünf Jahren oder sogar älter. Außerdem kommen dann an kalten Winter- Nachmittagen viele Münchner Familien auf diese Klassiker für die Kleinen zurück. Dementsprechend sind die Säle voll und ähneln eher wilden Indoor-Spielplätzen.

Umso erstaunter waren wir nun über eine ganz zufällige Entdeckung: Es fing mit meinem völlig irrwitzigen Vorhaben an, mit beiden Kindern „schnell“ ein paar Besorgungen in der Stadt zu machen. Und im Gewusel der vorweihnachtlichen Münchner Innenstadt zwischen Marienplatz und Stachus verlor ich O. kurz aus den Augen… und fand ihn kurz darauf glücklich an einen bronzenen Eber geschmiegt.

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Der fiel mir jetzt zum ersten Mal an dieser Stelle auf. Und gleich dahinter: der Eingang zu einem uns unbekannten Museum. Die Shoppingpläne wurden direkt verschoben, denn das musste nun erkundet werden.

In der ehemaligen Augustinerkirche auf insgesamt drei Ausstellungs- Ebenen verteilt erstreckt sich nun also das Jagd- und Fischereimuseum. Schon die Räume allein sind einen Besuch wert!

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Wir wurden sehr freundlich begrüßt und in alles eingewiesen. Man nahm sich besonders viel Zeit für uns, denn wir waren praktisch die einzigen Besucher! Welche Wohltat und angenehme Abwechslung gegenüber den anderen überfüllten Museen!


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Auf der ersten Ebene werden in Vitrinen einige Wildtiere in ihrer Umgebung gezeigt. Für ganz Mutige gibt es einen nachgebauten Fuchsbau zu erkunden.


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Auf der zweiten Ebene ist ein Bereich speziell für Kinder, in dem die ausgestopften Tiere tatsächlich „gestreichelt“ werden dürfen. Außerdem kann man auf etliche Knöpfe drücken, Mitmach- Tafeln ausprobieren oder Miniaturen von Jagdszenen anschauen. Um den Bereich herum sind Bänke aufgestellt, auf denen ausdrücklich gepicknickt werden darf.


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Im hinteren Bereich derselben Ebene ist die Abteilung zur Fischerei, die besonders durch einen nachgebauten Unterwasser- Bereich für Kinder faszinierend ist.


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Im der obersten Ebene, dem großen Saal, sind zahlreiche Geweihe und auch Waffen ausgestellt. Für jüngere Kinder ist das noch nicht so spannend, insbesondere weil auch die Tischvitrinen einfach zu hoch sind. Ab fünf Jahren gibt es hier dann aber sicher auch einiges zu entdecken.

Insgesamt waren wir etwa eine Stunde im Museum, hätten aber auch länger bleiben können. Einziger Wermutstropfen war nämlich der fehlende Lift! Denn das hieß, dass ich den ganzen Besuch mit Baby auf dem Arm verbrachte und dabei versuchte, dem quirligen Großen hinterherzukommen. Nächstes Mal kommen wir also besser mit Tragetuch oder noch besser mit Papi, der uns Tragen hilft.

Denn wir kommen in jedem Fall wieder und haben nun wohl einen weiteren Klassiker in unserer Museumsreihe für Kinder. Ich denke, es wird „das mit dem Schwein“!

Mehr Infos: Deutsches Jagd- und Fischereimuseum

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One thought on “Für kleine wilde Tiere – Ein Museumstipp in München”

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